Ankunft in Bangkok

Am vierten September bin ich in Thailand angekommen, alleine. Beibei ist noch in China geblieben und kommt morgen nach. Die letzten Tage waren von fummeliger Reiseorganisation geprägt, die erstmal vier gebuchte Flüge als Ergebnis hat.
Grundproblem ist, das für uns beide immer unterschiedliche Bedingungen gelten. Ich musste bis zum 6. aus China raus, aber erst am 7. September geht aber der günstigste Flug. Beibei bekommt nur 15 Tage Visum in Thailand und ich 30 und Beibei kann auf dem Landweg von Kambodscha aus nicht mehr nach Thailand zurückreisen.

Bei der ganzen Bucherei ist mir mal wieder aufgefallen wie eigenständig das chinesische Internet ist. Gängige Kreditkarten mögen noch ausreichen um in China am Bankautomaten Geld abzuheben, aber wenn es darum geht online zu bezahlen, dann kann man nur noch sehr wenig damit anfangen.

In Bangkok selbst habe ich am ersten Tag gleichmal den dusseligen Touristen gegeben. Aber heute ging es dann schon besser nachdem ich Tasche und Rucksack im Hotel gelassen, den Stadtplan nur noch im Geheimen ausgepackt und mich zielstrebigen Schrittes auf meiner vorgeplanten Route bewegt habe 😉

Ich habe noch nicht viel gesehen, aber vor allem ist mir aufgefallen, dass Thailand (am Beispiel von Bangkok) und China sich sehr stark unterscheiden. Viel stärker als ich es erwartet hätte zumindest.
Am offensichtlichsten ist erstmal, dass hier fast jeder Englisch spricht, was es erst einmal sehr viel einfacher macht zurechtzukommen. Dadurch sind viel viel mehr Ausländer als Touristen hier unterwegs, und die Einheimischen sind entsprechend darauf spezialisiert ihren Nutzen daraus zu ziehen.
Auch der Straßenverkehr ist sehr unterschiedlich. In China ensteht der Lärm vor allem durch das Hupen, der Verkehr fließt sehr langsam, und 90 Prozent aller Zweiräder sind elektrisch.
Hier in Bangkok dominiert der Motorenlärm und es wird deutlich schneller gefahren. Es ist undenkbar hier einfach wie in China in den Verkehr einer größeren Straße zu laufen solange die Ampel nicht auf Grün steht. Elektrofahrzeuge gibt es keine, dafür sind Pickup Trucks sehr beliebt.
Dann gibt sehr viele freilaufende Hunde und Katzen. Nicht überall und ständig, aber schon auffallend.
Bahngleise sind hier wie es aussieht normaler Lebensraum, wo man auch mal eine Couch platzieren kann. In China sind das dagegen eher mit Stacheldraht abgeriegelte Sicherheitszonen.

So. später mehr. Bis denn.

Beihai

Die Zeit drängt, unter anderem weil die erste Hälfte meines Visums bis maximal 6. September gilt.

Deswegen haben wir Guilin schon wieder verlassen und befinden uns jetzt in der aufstrebenden Stadt Beihai. Leider haben wir uns kurzfristig gegen 4 Stunden Stehplatz im Zug entschieden und sind mit dem Bus gefahren. Dies war dann aber mit sehr viel Warterei verbunden so dass wir im Endeffekt erst nach 14 Stunden am Ziel waren.

Übrigens. “Bei” wie in Beijing oder eben Beihai bedeutet Norden
Hai, wie auch in Shanghai bedeutet Meer.
Beihai bedeutet folglich “Nordmeer”. Aber seht selbst:

Beihai liegt ganz im Süden von China am Meer

Beihai liegt ganz im Süden von China am Meer

Am Strand gibt es unzählige Löcher im Sand

Am Strand gibt es unzählige Löcher im Sand

Wenn man genau hinschaut, dann sieht man das diese kleinen Krebse in diesen Löchern wohnen

Wenn man genau hinschaut, dann sieht man das diese kleinen Krebse in diesen Löchern wohnen

Wir werden endlich unsere letzten Geschenke an Beibeis Mutter und Schwester los

Wir werden endlich unsere letzten Geschenke an Beibeis Mutter und Schwester los

Auch am Essen zeigt sich die Nähe zum Meer

Auch am Essen zeigt sich die Nähe zum Meer

Ich nehme das erste mal mit einem Fahrzeug am chinesischen Straßenverkehr teil. Es bleibt nur kurz so übersichtlich wie hier

Ich nehme das erste mal mit einem Fahrzeug am chinesischen Straßenverkehr teil. Es bleibt nur kurz so übersichtlich wie hier

Später ist das Verkehrsaufkommen dann eher so

Später ist das Verkehrsaufkommen dann eher so

Die Altstadt

Die Altstadt

Dieses Gebäude soll so etwas wie das Wahrzeichen von Beihai werden.

Dieses Gebäude soll so etwas wie das Wahrzeichen von Beihai werden.

An diesem Strand gibt es auch eine freilaufende Rinderherde

An diesem Strand gibt es auch eine freilaufende Rinderherde

Beste Grüße, und bitte keine Zurückhaltung bei den Kommentaren, Beibei freut sich immer darüber.

Fahrt auf dem Li Fluss

Wir sind seit gestern in Guilin

Wir haben dort eine Fahrt auf dem Li Fluss gemacht

Wir haben dort eine Fahrt auf dem Li Fluss gemacht

Die typischen Berge sind allgegenwärtig. Von der Stadt aus

Die typischen Berge sind allgegenwärtig. Von der Stadt aus

auf der Fahrt zum Fluss

auf der Fahrt zum Fluss

Mit so einem Floß waren wir auch unterwegs.

Ein paar andere sind auch noch unterwegs, aber nicht allzuviele, weil die Ferien schon vorbei sind, und ausserdem Nachmittag ist.

Ein paar andere sind auch noch unterwegs, aber nicht allzuviele, weil die Ferien schon vorbei sind, und ausserdem Nachmittag ist.

Die Felsen aus der Nähe

Die Felsen aus der Nähe

Die bekannteste Stelle am ganzen Fluss

Die bekannteste Stelle am ganzen Fluss

Der 20er Schein zeigt die gleiche Szenerie

Der 20er Schein zeigt die gleiche Szenerie

Ein letzter Blick zurück, die Sonne geht gleich unter, und das übrigens  ziemlich schnell.

Ein letzter Blick zurück, die Sonne geht gleich unter, und das übrigens ziemlich schnell.

Xiamen

Wir haben mal wieder ein Stück weg zurückgelegt, und sind im Moment in der Stadt Xiamen, wo wir eine Freundin von Beibei getroffen haben. Das Tracking hat im Schnellzug leider nicht funktioniert, deswegen habe ich die Route hierher mal von Hand nachgestellt:

So lange es noch hell war sah es ungefähr so aus wenn man aus dem Fenster geschaut hat:

P1130598

manchmal auch so:P1130606Angekommen sind wir in der Nacht, am nächsten Tag haben wir mal eine kleine Insel in der Nähe der Stadt erkundet. Die Insel ist nur mit dem Boot zu erreichen. Im Hintergrund sieht man die Innenstadt von Xiamen, das Dorf im Vordergrund stammt aus der Kolonialzeit.P1130745Die Architektur hat deswegen einen stark europäischen Einschlag. In den Gassen sieht es dann ungefähr so aus:P1130769P1130781

Das wars auf die schnelle. Bald reisen wir weiter, diesmal mit dem Flugzeug, weil alle Züge schon ausgebucht waren.

Beste Grüße, Johannes

 

 

 

Details

Hallo zusammen,

mir fehlt ja ein bisschen die Außensicht auf diesen Blog, aber ich habe das Gefühl, dass das vermittelte Bild noch nicht ganz vollständig ist, bzw. dass durch die Schwerpunkte der Einträge auf die Ausflüge eine gewisse Verzerrung stattfindet, und alles ein bisschen normaler wirkt als ich das hier erlebe.

Deswegen hier einfach mal ein drei zusätzliche Details:

Gleich am ersten Tag haben wir die Ruhestätte der Vorfahren besucht. Unter einem Maisfeld irgendwo außerhalb der Stadt liegen mindestens 4 Generationen von Großeltern und deren Vorfahren. Es wurde eine Kette von Böllern abgefeuert, dann zwei Bündel Räucherstäbchen angezündet, ein Paket Fantasiegeld verbrannt und drei Verbeugungen durchgeführt.

Ein paar Tage später fuhren wir zu einem Krematorium um eine dieses Jahr verstorbene Tante zu besuchen. Die Urnen werden dort in Schliessfächern aufbewahrt und man kann sie in den Hof tragen wo es spezielle Schreine gibt die ein wenig an einen Thron erinnern. Man setzt die Urne darauf ab und schreibt mit Kreide den Namen an die “Rücklehne”. Im Fußbereich gibt es eine Vertiefung als Feuerstelle. Dort wurde diesesmal nicht nur Geld verbrannt, sondern auch diverse Gegenstände aus Papier, die dem Verstorbenen im Jenseits zugute kommen sollen z.B Winterjacken, Autos, Schmuck und natürlich wieder Bündel von Fantasiegeld.

Die Städte wachsen in China wohl schon extrem. Beibei erkennt hier kaum etwas wieder, weil in ihrer Abwesenheit so viele Hochhäuser neu gebaut wurden.
Wenn eine Fläche als Neubaugebiet ausgewählt wird, dann bekommen die ursprünglichen Besitzer Entschädigungen die davon abhängen was genau auf der Fläche vorhanden ist. Um die Ausbeute bei den Entschädigungen zu steigern werden z.b im Vorfeld Bäume gepflanzt. Im Abstand von 30 cm, weil jeder Baum eine bestimmte Summe einbringt. Oder es werden zusätzliche Stockwerke auf bestehende Häuser aufgesetzt. In schlechter Qualität, aber auch hier wird dann jedes Stockwerk angerechnet wenn die alten Gebäude irgendwann platt gemacht werden.
Die ehemalige Wohnung von Beibeis Eltern liegt z.B in einem Gebiet das aktuell neu bebaut wird. Wenn die Neubauten fertig gestellt sind, dann bekommen sie auch eine der neuen Wohnungen, so lange lebt Beibeis Vater aber zum Beispiel im Kindergarten der bis vor kurzem von Beibeis Mutter betrieben wurde. Hier essen wir z.B noch etwas zu Abend in diesem Kindergarten.

Oft gehen wir mit den Leuten die wir Besuchen auch ins Restaurant zum Essen. Manchmal haben wir dann auch versucht die Rechnung zu begleichen, vor allem wenn der Gastgeber schon zuvor Geld für uns ausgegeben hatte. Wenn man es aber überhaupt schafft früh genug die Bezahlung zu versuchen und die Rechnung nicht sowieso schon beglichen ist, dann kommt es tatsächlich zu Handgreiflichkeiten, wo versucht wird das eigene Geld an dem Kassierer zu geben gleichzeitig die andere Partei mit Körpereinsatz genau daran zu hindern.
Die etwas ausgefeiltere Variante ist dann Erpressung: Ich bleibe hier so lange stehen bis du mein Geld annimmst. Willst du wirklich dass ich zu spät zur Arbet komme?

Beste Grüße und bis bald, Johannes

Ankunft in Shanghai

Wir haben mal wieder den Zug bestiegen und sind gestern morgen um 6 in Shanghai angekommen.

Das erste was auffiel, war der extreme Unterschied in der Luftfeuchtigkeit. Während es in Luoyang heiss aber trocken war, ist es hier in Shanghai eher wie im Gewächshaus. Scheiben beschlagen, Gepäck fängt an zu schimmeln 🙂 Eine Freundin von Beibei holte uns vom Bahnhof ab, dann ging es erst einmal in eineinen historischen Stadtteil aus dem 15. Jahrhundert zum Frühstücken.010P1130389015P1130390020P1130381030P1130382

Das letzte Foto zeigt übrigens, wie die Leute im Restaurant auf einen freien Tisch warten. Auch wir haben uns als wir dort angekommen sind an einen Tisch gestellt an dem Leute mitten beim Essen waren, weil es sonst keine Chance gibt einen freien Platz zu bekommen.

Allgemein wird hier für Essen angestanden. Oft steckt dahinter die Logik: Wo eine Menschenschlange steht muss das essen besonders gut sein, also stellt man sich auch dort an. Ich konnte das schon in Beijing beobachten, wo zwei benachbarte Läden gebratene Enten verkauften. An einem Imbiss standen 10 Personen, am anderen Laden keiner. Mein Verdacht ist: Der erste Kunde am Morgen bestimmt mit seiner Entscheidung wo der Rest der Leute an diesem Tag einkauft 😉

Später waren wir noch am Fluss und haben ein paar Hochhäuser angeschaut. Es gibt wirklich massenhaft davon.Exif_JPEG_PICTUREExif_JPEG_PICTURE

Soviel dazu erstmal.

Beste Grüße, Johannes

Ausflug in den Geopark

Genauer als der Text auf dieser Tafel könnte ich unser heutiges Auflugsziel auch nicht beschreiben.

Genauer als der Text auf dieser Tafel könnte ich unser heutiges Auflugsziel auch nicht beschreiben.22

Das Ganze beginnt mit einem Fluss.

Das Ganze beginnt mit einem Fluss.

Ab und an gibt es künstliche Staudämme.

Ab und an gibt es künstliche Staudämme.

Alles ist komplett touristisch erschlossen. Hier stehen wir gerade vor dem Museum, wo die geologischen Hintergründe dargestellt werden.

Alles ist komplett touristisch erschlossen. Hier stehen wir gerade vor dem Museum, wo die geologischen Hintergründe dargestellt werden.

Mit von der Partie Beibeis Vater, ihre Tante, ihre Cousine und die Kinder.

Mit von der Partie Beibeis Vater, ihre Tante, ihre Cousine und die Kinder.

Auch die Gefahrenhinweise dürfen nicht fehlen.

Auch die Gefahrenhinweise dürfen nicht fehlen.

Mit der Zeit, wird das Tal enger.

Mit der Zeit, wird das Tal enger.

Die Felsen höher

Die Felsen höher

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Zwischendurch gibt es zur Abwechslung immer mal die Gelegenheit sich anderweitig zu amüsieren.

Zwischendurch gibt es zur Abwechslung immer mal die Gelegenheit sich anderweitig zu amüsieren.

Diese Seile geben beim Rüberschwingen deutlich mehr nach als man erwartet.

Diese Seile geben beim Rüberschwingen deutlich mehr nach als man erwartet.

Dann wieder Felsen

Dann wieder Felsen

Und noch mehr Felsen

Und noch mehr Felsen

Bei Minecraft gibt es jetzt  übrigens neue Steintypen...

Bei Minecraft gibt es jetzt übrigens neue Steintypen…

Dieser Felsen ist das Wahrzeichen von diesem Park.

Dieser Felsen ist das Wahrzeichen von diesem Park.

Ich hatte zwischendrin schon etwas geflucht, warum wir diesen Wagen auf eine Strecke voller Treppen   mitnehmen.

Ich hatte zwischendrin schon etwas geflucht, warum wir diesen Wagen auf eine Strecke voller Treppen mitnehmen.

Gegen Ende hat sich dann aber der eigentliche   Zweck dann gezeigt.

Gegen Ende hat sich dann aber der eigentliche Zweck dann gezeigt.

Noch ein Blick zurück, dann gehts mit dem Shuttlebus Richtung Parkplatz

Noch ein Blick zurück, dann gehts mit dem Shuttlebus Richtung Parkplatz

Das Internet

Mal ein Beitrag für eher technisch Interessierte 🙂

Seit 2009 wurde die Great Firewall deutlich ausgebaut wie es aussieht.

Es wird definitiv mehr geblockt. Während ich diesen Text hier schreibe, ist google.com z.B nicht zu erreichen, und mein VPN Client schafft es auch nicht eine Verbindung aufzubauen. Das ging im Jahr 2009 bei mir immer problemlos.

Gleichzeitig ist es so, dass nicht alles hart blockiert wird sondern mal so mal so. Manchmal bekomme ich eine VPN Verbindung, manchmal nicht. Oder das VPN geht eine Weile und verliert dann irgendwann die Verbindung. Wer mich in letzter Zeit bei Facebook gesehen hat, hat es ja vielleicht gemerkt. Facebook geht nämlich nicht ohne VPN. Man weiss aber oft nicht obs an der Firewall oder doch eher an der allgemeinen Netzqualität bzw an der Verbindung des chinesichen Netzes ins Ausland liegt. Insgesamt jedenfalls recht nervig. Und im Moment sehe ich mich nur eingeschränkt in der Lage von hier aus zu arbeiten. Das hätte ich nicht so erwartet…
Mal noch ein paar Zitate aus dem Internet zum Thema, die eine Idee davon geben wie das im Hintergrund so laufen könnte:

“Die Verbindung zu Google ist auffaelig zufaellig mit einem Connection Reset gestoert und Google Docs und natuerlich Google+ sind idR nicht zu erreichen oder nicht verlaesslich.”

“Es ist richtig google.de funktioniert meist kurzzeitig, aber bereits wenn man mehrere Links anklickt kommt es oft zur Sperre, da die Links die man anklickt erst einmal wieder ueber google geleitet werden bevor sie auf die Zieladresse zeigen.”

Dann kommt auch noch hinzu das in China in den so genannten und ausgewiesenen Sonderwirtschaftszonen
am allerwenigsten mit Störungen zu rechnen ist, aber wo militärische Sperrgebiete oder technische Einrichtungen in der Nähe sind wird es auf jeden Fall nicht leicht sein aus einem Hotel eine VPN Verbindung aufzubauen.

Beste Grüße, Johannes

 

Verwandtenbesuche

Hallo zusammen,

die letzten Tage waren ziemlich turbulent und deswegen ist auch etwas Zeit seit dem letzten Eintrag hier vergangen.

Wir sind noch in Luoyang, Beibeis Heimatstadt. Bejing war irgendwie einigermaßen international. Das heisst in einer Woche habe ich dort ca andere 20 Ausländer gesehen. Hier in Luoyang bis jetzt keinen einzigen.

Inzwischen haben wir die meisten ihrer Verwandten besucht. Hier mal ein Diagramm, das ich zum besseren Überblick für mich selbst erstellt hatte:

stammbaumBeibei ist rot markiert. Alle die Grün markiert sind habe ich inzwischen persönlich kennengelernt. Im Prinzip fehlen jetzt noch Beibeis Mutter und Schwester, die sich aber in Südchina aufhalten und nicht hier.

Durch die Besuche waren wir ziemlich viel in der Stadt und im Straßenverkehr unterwegs. Der Luftqualität ist besser als ich erwartet hatte, und stört mich nicht besonders. Als unerträglich hat sich für mich allerdings der Lärm herausgestellt. Man läuft oft auf der Straße bzw. auf der Zweiradspur weil die Gehwege zugeparkt oder zugestellt sind. Dadurch wird man als Fußgänger ständig angehupt. Zweitens reden manche Chinesen einfach unglaublich laut.

Diese Ohrenstöpsel sind deswegen zu meinen besten Freunden geworden, die ich inzwischen sofort anlege wenn es auf die Straße geht.

Die meisten Leute die wir besucht haben wohnen in großen Wohnblocks. Die Wohnungen sind im groben alle ähnlich aufgebaut: Ein zentrales Wohnzimmer, in dem man direkt drinsteht wenn man durch die Wohnungstür kommt. Direkt hinter der Tür gibt es eine Matte auf der man die Schuhe wechselt. von diesem Wohnzimmer aus erreicht man dann Küche, Bad und ein bis drei Schlafzimmer. Standardausstattung für das Wohnzimmer sind Couch, Tisch, Fernseher, Klimaanlage in Kühlschrankgröße und ein Esstisch in einer anderen Ecke. Gekocht wird oft mit Gas. Die Badezimmerausstattung ist meistens spärlich. Geld wird wohl lieber in Autos als in ordentliche Wasserhähne investiert. Im folgenden ein paar Fotos von der Wohnung einer Cousine in der wir die ersten Tage in Beijing verbracht haben. Die Immobilienpreise sind übrigens im groben ganz ähnlich wie in Deutschland.

P1120238 P1120248 P1120247 P1120245

So, das wars erstmal wieder, ich hoffe ich komme bald dazu noch Fotos von den letzten Ausflügen und zum Essen zu posten.

Beste Grüße, Johannes

Weiter gehts

Letzte Nacht haben wir Beijing verlassen und sind mit dem Zug in das etwa 850km entfernte Luoyang gefahren. Das ist die Heimatstadt von Beibei und wir werden hier ein paar Tage bleiben.

Die ersten Verwandten habe ich auch schon kennengelernt und natürlich spricht niemand Englisch oder Deutsch. Meine wichtigsten Sätze sind deswegen momentan “wo bu zhe dao – ich weiss nicht”, “wo bu ming bai – ich verstehe nicht” und “zhe dun fan hao che – dieses Essen schmeckt gut”.

Hier unsere Route, größtenteils mit dem Zug:

und hier noch ein paar Impressionen aus dem Schlafwagen:

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mehr hoffentlich demnächst. Bei mir ist jetzt höchste Zeit fürs Bett.
Beste Grüße, Johannes

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